Principal Investigator:
Gabriele Fröschl
Institution:
Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek Webpage
Projekttitel:
The Changing Role of Audio-Visual Archives as Memory Storages in the Public Space. Using the example of private video sources Project Webpage
ProjektpartnerInnen:
Rainer Hubert (Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek) (Co-Principal Investigator)
Status:
Abgeschlossen (01.12.2013 – 30.11.2016) 36 Monate
Fördersumme:
€ 297.000

 
Kurzzusammenfassung:

Archive und öffentliche Räume – was wie ein Gegensatz klingen mag, erschließt sich bei einer näheren Betrachtung der Funktion von Archiven. Sie vermitteln ein Bild vergangener und zukünftiger Öffentlichkeit und sorgen mit ihrer Sammlungs- und Bewahrungsstrategie dafür, dass diese Rolle erfüllt werden kann. Die künftige Aufgabe der Archive ist es, sich diesen Herausforderungen zu stellen, entsprechende Sammlungsstrategien zu entwickeln und die technischen Herausforderungen der Langzeitarchivierung zu bewältigen.

Der Begriff der Öffentlichkeit hat mit dem raschen medialen Wandel der letzten Jahre und den Möglichkeiten des virtuellen öffentlichen Raums im Internet zusätzliche Dimensionen erhalten, gleichzeitig erfolgt private Kommunikation zunehmend auch in (halb-)öffentlichen Räumen. Hier ergibt sich ein interessantes Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatheit.

Das vorliegende Projektvorhaben behandelt in diesem Kontext eine Quelle, die bislang kaum im Fokus wissenschaftlicher Forschung bzw. audiovisueller Archive steht: Private Video-Quellen, die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit stark gefährdet sind.

Ziel dieses Projekts soll es deshalb sein, private Videoaufnahmen ab den 1980er Jahren zu sammeln, zu dokumentieren, langfristig zu sichern und zugänglich zu machen. Weiters versucht das vorliegende Forschungsvorhaben eine Verbindung von archivwissenschaftlicher Theorie, der Entwicklung einer langfristigen Erwerbungs- und Sammlungsstrategie sowie einer Veröffentlichungspolitik und der praktischen Umsetzung anhand eingegangener Quellenbestände herzustellen.
Das Quellenmaterial soll in seiner Gesamtheit öffentlich zugänglich sein und richtet sich unter anderem vor allem an eine wissenschaftlich orientierte Zielgruppe: die Videos können für Medienwissenschaftler/innen, Sprachforscher/innen, Ethnolog/innen, Politolog/innen, Historiker/innen oder Soziolog/innen, von Relevanz sein und es soll die künftige Forschung mit dem Material angeregt werden. In Bezug auf die Zugänglichkeit sollen die in der Österreichischen Mediathek entwickelten Wege einer wissenschaftlichen Quellenedition im Internet weiter ausgebaut werden.

Ziele des Projektes:

  • die Entwicklung einer Sammlungsstrategie für AV-Archive im Bereich privater (Video-)Quellen
  • die Umsetzung dieser Strategie am Beispiel Wien
  • die Aufarbeitung des Materials in archivwissenschaftlicher Hinsicht (Evaluierung, Metadatenerfassung, Digitalisierung, digitale Langzeitarchivierung)
  • die Veröffentlichung des Materials für weitergehende wissenschaftliche Forschung
  • eine langfristige Strategie in den oben genannten Bereichen zu entwickeln, nach Projektende sollen erprobte Werkzeuge zur Verfügung stehen, die es erlauben, dass die Projektziele in die laufende Tätigkeit des Archivs einfließen.

Ziel der Webumsetzung ist es, einen Zugriff auf das rechtlich geklärte und nach ethischen Richtlinien evaluierte Quellenmaterial in voller Länge zu ermöglichen, der sowohl wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, als auch Optionen bietet, mittels intuitiver Suchtechniken einen vereinfachten Zugang zum Quellenmaterial zu schaffen.

 

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