22. August 2017

Christopher Campbell erforscht die Fehlverteilung von Chromosomen

Aneuploidie, also eine Fehlverteilung der Chromosomen, ist ein noch vielfach unerforschtes Phänomen

Christopher Campbell, Gruppenleiter der Chromosome Biology Group am MFPL, kam 2014 durch die Vienna Research Groups Förderung in Höhe von 1,6 Mio. € über acht Jahre vom Ludwig Institute for Cancer Research in San Diego, Kalifornien nach Wien.

Die Forschung konzentriert sich auf die Fehlverteilung von Chromosomen, "Aneuploidie" genannt. Etwa 90 Prozent der soliden Tumoren haben eine Aneuploidie, also eine Fehlverteilung der Chromosomen“, sagt Campbell. Auch bei Trisomie 21 kommt es zu einer Fehlverteilung, das Chromosom Nummer 21 ist dabei verdreifacht. In Krebszellen können jedoch eine Vielzahl dieser Fehlverteilungen vorkommen: „Wir wissen noch überhaupt nicht, wieso Tumorzellen mit all diesen Aneuploidien leben können. In gesunden Zellen gibt es Mechanismen und Maschinerien, die unterbinden, dass es zu einer Fehlverteilung der Chromosomen kommt“, so Campbell. 

Was passiert, wenn dieser Schutzmechanismus versagt, wollen die ForscherInnen an einem einfachen Modell lösen: der Bäckerhefe. Da die Zellen leicht zu halten sind, sich schnell vermehren und ihre molekularen Abläufe gut erforscht sind, lassen sich die Chromosomen relativ leicht künstlich verteilen.

Die Presse veröffentlichte kürzlich einen Beitrag zu Chris Campbell und seiner aktuellen Forschung.

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