12. Mai 2017

Lösungswort: Fehlertoleranz

Nicht bei allen Soft- oder Hardwareproblemen ist der Neustart des Systems ein möglicher Lösungsweg des auftretenden Fehlers. Denn auch medizinische Geräte, Autos oder Flugzeuge funktionieren heutzutage nur auf Grund der eingebauten Technik, die so wie kein Computersystem zu 100% vor Fehlern gefeit.

Ein gängiger Ansatz ist, auf der Hardware-Ebene Mechanismen einzubauen, die die erkennen und korrigieren sollen. Umso komplexer die Systeme werden, umso aufwändiger wird jedoch auch der Einsatz dieser Mechanismen. Daher wird zunehmend versucht eine Lösung auf der algorithmischen Ebene zu finden. Auch Winfried Gansterer von der Universität Wien beschäftigt sich in seinem vom WWTF geförderten Projekt „Resilience versus Performance in Numerical Linear Algebra" (REPEAL)“ (ICT15-113) mit dieser Fragestellung.

Die Fehlertoleranz eines Systems kann beispielsweise durch den Einsatz von Redundanzen erfolgen, also die Möglichkeit im Notfall auf ein zweites System zugreifen zu können. Dieser Weg ist jedoch mit einem hohen Ressourceneinsatz verbunden. "Wir suchen daher ergänzend auf algorithmischer Ebene nach Konzepten, sprich fehlertoleranten Algorithmen, die für bestimmte komplexe Fragestellungen effizienter sind als Redundanz auf Systemebene. Die spannende Frage lautet für mich: Welche Fortschritte können wir auf dieser Ebene erzielen und was sind die 'Kosten' im Vergleich zu Redundanz auf Systemebene?", so Wilfried Gansterer.

Ein weiterer Aspekt dieser Forschung ist, dass Einsparungen bei eben genau jenen Hardwarekomponenten dazu führen würden, den Energiebedarf der hochleistungsfähigen Computersysteme zu senken. Denn der immense Energiekonsum dieser Systeme ist bereits heute zu einer entscheidenden Hürde für die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von Hochleistungsrechnern geworden.

Mehr Informationen über dieses Projekt finden Sie auf der Projekthomepage, sowie in einer aktuellen Pressemeldung der Universität Wien.

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