11. April 2017

Forscherteam entdeckt Riesenvieren

Das Team um Holger Daims (ehemals mit den WWTF-Projekten LS03-216 und LS09-040 gefördert) und Michael Wagner war eigentlich dabei Bakterien zu untersuchen, die im natürlichen Stickstoffkreislauf der Erde eine wichtige Rolle spielen. 

Die entdeckten "Klosneuvieren" sind um ein vielfaches größer als herkömmliche Viren und für den Menschen ungefährlich. Erst seit etwa zehn Jahren ist die Existenz von Riesenvieren überhaupt bekannt. 

Die nun entdeckten Klosneuvieren besitzen bis zu 200 Mal mehr Gene als zum Beispiel das Grippevirus. 

Riesenviren sind nicht nur ähnlich groß wie Bakterien, ihr Genom besteht ebenfalls aus DNA und ist vergleichbar umfangreich. Damit besitzen große DNA-Viren bis zu 200 Mal mehr Gene als beispielsweise das Grippevirus. Sie sind zwar für die Vermehrung – wie alle bekannten Viren – auf die Zellen anderer Organismen angewiesen, aber sie haben Eigenschaften, die man bislang nur von echten Lebewesen kannte. So bringen sie beispielsweise eine Vielzahl an Bausteinen für die Herstellung von Eiweißen, die Proteinbiosynthese, mit.

Diese Studie erscheint aktuell in Science.

 

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