21. September 2017

Wölfe haben "Forschungsdrang"

In Experimenten am Wolf Science Center in Ernstbrunn, Niederösterreich, wurde untersucht ob Hunde und Wölfe kausale Zusammenhänge verstehen können.

Zur Erforschung dieser Fragestellung führten die ForscherInnen, darunter Zsófia Virányi, Projektleiterin des WWTF-geförderten Projektes "CS11-026", drei Versuchsreihen durch, jeweils eine mit Hund die als Haustiere gehalten werden, Hunden die "wild" im Rudel leben sowie Wölfen die im Rudel leben.

Die Tiere mussten dabei zwischen zwei Objekten wählen von denen eines Futter enthielt, das andere nicht.

Zuerst wurde analysiert, ob die sie alleine durch Augenkontakt oder in Verbindung mit einem Fingerzeig oder Nicken einen Futterhinweis verstehen. Im zweiten Versuch sollten Hunde und Wölfe nur auf die Geste hin das Futter finden. Im dritten Ansatz mussten sie selbst erkennen, dass ein rasselndes Objekt zu einer Belohnung führt. Die Versuche können Sie in diesem Video selbst ansehen. Die Wölfe schnitten dabei insgesamt besser ab als die Hunde.

„Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Domestikation einen Einfluss auf die Wahrnehmung unserer heutigen Hunde hatte“, sagt die am Projekt wesentlich beteiligte Michelle Lampe von der Radboud-Universität in Nijmegen.

Die Erkenntnisse wurden im renommierten Journal "Scientific Reports" veröffentlicht. Auch derStandard und Spiegel Online berichteten über die Versuche.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Details finden Sie hier.